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Der gemoddete Clanswitch
Wer kennt sie nicht, unsere stillen Begleiter: die Hubs und Switches, die zwar auf
jeder LAN da sind, aber am besten sind, wenn man gar nicht merkt, dass sie da sind-
nämlich wenn sie problemlos funktionieren. Dieses Schicksal traf bisher auch immer auf
unseren "Clanswitch" zu, der beste in unserer Umgebung bekannte Switch, weil man immer
ein problemloses Netzwerk damit hatte (*g* nicht so wie manch andere.... @ÄoG ;) )
Also was tun, damit ihm die gebührende Aufmerksamkeit zukommt? Und so kam es mir eines
Nachmittags, das Ding muss gemoddet werden! (Außerdem hatte ich auch gerade nichts zu tun... )
Sofort hatte ich auch eine Vorstellung davon, wie das ganze mal aussehen sollte.
Mir schwebte ein Fenster, Beleuchtung innen (natürlich abschaltbar :D ), schwarze
Lackierung und eine schicke Gravur im Fenster vor. Und los konnte es gehen:
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Material!
Etwas Plexiglas
ein Dremel o.ä. (zum Gravieren)
6 normale, grüne LEDs
3 Widerstände zu 150-200 Ohm
etwas Draht/Kabel
ein Schalter
Lötkolben!
eine Laubsäge (wer will kann auch die Zweihänder-Laubsäge auspacken, aber damit bin
ich irgendwie nicht so gewandt ;) )
Farbe nach Wahl
Ein Switch!! (essentiel!!)
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1. Vorbereitung
Als erstes musste der Switch von seinem vorherigen "Mod" befreit werden: die goldene
"KDEc"-Beschriftung, die ihm Ruffi hatte angedeihen lassen. Denn zum Lackieren muss der
ja schön sauber sein. Dann aufgeschraubt, um mal die Platzverhältnisse da drin zu sondieren,
die sich auf jeden Fall als ausreichend erwiesen. Danach mögliche Window-Formen abgewägt
und die endgültige angezeichnet, und schon kann es zum zweiten Schritt gehen:
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2. Fenster
Als erstes habe ich ein Loch für die Laubsäge gebohrt, sie dann eingespannt und dann
die angezeichnete Form ausgesägt. Dieser Schritt ist also sehr einfach. Dann müssen
noch die Ränder schön symmetrisch und glatt gefeilt werden, und fertig ist das Fenster.
Die nun entstandene Form kann man als Schablone für das einzusetzende Plexiglas
einsetzen, und es auf ähnliche Weise dann aussägen und zurechtfeilen. Dabei ist darauf
zu achten, dass die Fläche dabei nicht zerkratzt wird, sonst sieht es nicht mehr gut aus.
Aus einigen Abfällen habe ich dann noch eine neue Frontblende gemacht, die von hinten Silber
lackiert wurde, um den komischen Aufkleber zu ersetzen.
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3. Gravur
Um das ganze noch zu verfeinern wollte ich eine schöne Gravur auf das Fenster machen.
Hierzu habe ich den Switch gescannt und eine passgenaue Grafik mit Flash drübergelegt
(weil ich mit Flash sowas am einfachsten machen kann) und diese dann in Photoshop auf
die richtige Größe gebracht. Im nachhinein fällt mir auf, man sollte sie dann auch gleich
spiegelverkehrt drucken und von "innen" eingravieren, ich habe sie nun aber schon vorne.
Zum Gravieren selbst habe ich den Dremel verwendet, mit einem kugeligen Aufsatz der sehr
gut dafür geeignet war.
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4. Licht (Elektrik)
Nun da das Fenster drin war, konnte ja auch die Beleuchtung eingepasst werden. Da ich
noch welche liegen hatte, und ich fand, dass diese am besten zu den Statusleuchten
passen, habe ich mich für grüne LEDs entschieden, und zwar 6 Stück, davon je 2 in Reihe
mit einem Widerstand, da das Netzteil des Switch eine Spannung von 7,5V bereitstellt.
Als Widerstand ergibt sich also wenn man von 20mA Strom und einer Verlustspannung von
2V pro LED ausgeht: R=U/I R=3,5V / 0,02A = 175 Ohm
Da ich das ganze aber mit den Daten für die Karo-einfach-rote-LED gerechnet hatte und
mir über eventuelle Abweichungen bei grünen im Klaren war, und ich außerdem nur ein
eingeschränktes Sortiment an Widerständen da hatte (genaugenommen nur 150er und 47er)
habe ich mich entschlossen immer zwei zu einem 197 Ohm-Widerstand zusammenzulöten, was zu
keiner merklichen Helligkeitsänderung führt und die Lebensdauer gewährleistet. Schließlich habe
ich folgende Schaltung aufgebaut und die Kabellängen dabei gleich an das Gehäuse angepasst.
 Ich habe mir erlaubt, für die LEDs das Zeichen
einer normalen Lampe zu nehmen, weil ich nicht so viel Lust hatte, das mit Paint nachzumalen :D
Nebenan wie das ganze dann in Real aussieht. Damit man den Deckel noch vernünftig abnehmen
kann, habe ich die Kabelei darin mit einem Stecker von der Platine trennbar gemacht.
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5. Lackierung
Da nun technisch die groben Tätigkeiten erlediigt waren, konnte ich zur Lackierung schreiten.
Dabei hatte ich zunächst schwarz glänzend geplant, oder gar metallic, aber als ich
das matte schwarz der Grundlackierung drauf hatte, gefiel mir das Ergebnis mit seinem
seidenmatten Glanz so gut, dass ich mich entschloss, es so zu lassen und nur noch ein
paar mal rüberzuduschen, damit die Schicht auch einigermaßen hält und nicht bald so
aussieht wie Norges Kackmöhre ;)
Innen habe ich vorher noch eine Schicht Silber aufgebracht, damit das Licht der LEDs noch
ein bisschen reflektiert und somit verstärkt wird, und damit nichts mehr weiß ist :D
Dabei ist drauf zu achten, dass das Gehäuse gut gereinigt wird, und vollkommen trocken
ist. Ich habe dazu Silikon- und Fettentferner verwendet und die Teile außerdem noch
einfach normal abgewaschen, mit Pril und so. Das reicht auch. Wenn man will kann man noch
so Zeug verwenden, damit die Farbe besser auf dem Plastik haftet, aber bis jetzt hatte ich
ohne auch noch keine Probleme. Das Lackieren sollte man am besten in einem staubfreien
Raum durchführen, in dem auch keine kleinen Fliegen o.ä. rumfliegen sollten... in Ermangelung
einer solchen Räumlichkeit bin ich mit dem ganzen einfach an die frische Luft gegangen,
denn dort ist wenig Staub, und wenn man aufpasst kann man auch das mit den Fliegen
verhindern... und da es zu dem Zeitpunkt sehr warm war, konnte der Lack sogar sonnen- und
hitzetrocknen, Einbrennlackierung sozusagen ;) Dann wollte ich die Blende lackieren,
was sich aber als schwierig erwies, da sie nicht recht die Farbe aufnehmen wollte. Auch
als ich ein neues Stück Plexi nahm wurde das nicht besser, wie sich später in Verbindung
mit dem Kleber herausstellte... außerdem hatte ich zu dick lackiert, sodass man die LEDs kaum
noch sah.
Nebenan das fertig lackierte Gehäuse für den Switch, schon mit Plexi-Scheibe drin, weil ich
zwischendurch die Digicam nicht da hatte :D
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6. Zusammenbau
Da die noch einzubauenden Teile ja alle bereits angepasst waren, konnte ich gleich mit
ihrem Einbau fortfahren. Als erstes war dabei sinnvollerweise die Scheibe an der Reihe. Ich empfehle
hierzu keinen Ein-Komponenten-PU-Kleber zu verwenden, weil der viel zu sehr schmiert und
man ihn wenn er erstmal trocken ist auch schlecht wieder weg bekommt. Diesen genauen Ratschlag
habe ich daraus entwickelt, das ich eben diesen Kleber benutzt habe... zum Glück ist das
Ergebnis trotzdem recht ordentlich, sieht nur von innen nicht so toll aus, aber innen im
Switch wird sich wohl kaum jemand aufhalten :D
Danach habe ich mit Heißkleber die Beleuchtung eingeklebt, offene Leiterstellen dabei schön
zuschmieren, weil Kurzschlüsse im Switch nicht so gut kommen. Dabei muss man aufpassen, dass
man es nicht übertreibt oder die LEDs an Stellen positioniert, an denen sie später an innere
Teile anstoßen, damit man den Deckel noch zubekommt. Bei mir hat das alles gut geklappt.
Zum Schluss sollte dann noch die Blende vorne dran, die sich aber gleich wieder ablöste. Da das Ding
nun aber in den Einsatz musste, habe ich dieses Problem erstmal vertagt und den alten Aufkleber
draufgeklebt, der geht ja auch. Habe ich noch was für später zu tun! :D |
7. Fazit
Und hier das Ergebnis! Meiner Meinung nach hat es sich hochgradig gelohnt. Mein Umbau
hat aus dem anonymen Otto-Normal-Switch ein echtes KDEc-Einzelstück gemacht, das definitiv
seines gleichen sucht! Und dabei waren die Modifikationen, wenn man etwas handwerkliches
Geschick hat, gar nicht mal aufwändig. Ist auf jeden Fall ein echter Hingucker, vor allem
wenn ich die Frontblende vollendet haben werde...
-StarFreak
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you count #
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